Samstag, 30. Januar 2010

Ein Meer voller Gedanken...

Mein Kopf wie im Schwebegang, vollkommen ohne Gedanken,
Das um mich herum macht mich krank, es weist mich in die Schranken.
Das Leben geht zwar weiter, doch ohne Kraft zu tanken -
kann man bald nicht mehr, alles was bleibt:
Ein Meer voller Gedanken.

Positive Stimmung, Optimismus wird gelebt,
feindliche Gesinnung, Pessimismus unentwegt.
Eine Diskrepanz, von tief innen nach weit aussen,
Und plötzlich, in meinem Kopf, seh ich etwas sausen -
Ein Gedanke.

Gelacht wird und gefeiert, der Alltag der geht weiter
Der Geduldsfaden ausgeleiert, nichts macht mich nochmal heiter,
nichts macht mich ansatzweise glücklich,
ich bin nicht ich, ich werd beherrscht -
von einem Meer voller Gedanken.

Eine Abwesenheit der ganz besondren Art, kaum zu beschreiben,
gern hätt ich mir den Schritt erspart, denn so muss ich nur noch leiden.
Erinnerungen an die schönen, alten Zeiten, wo alles besser war,
geraten in Vergessenheit, nach all dem was geschah, und sind nur noch -
Ein Teil des Meeres.

Und dieses Meer in seiner Pracht, ruht nun in meinem Kopf,
und jeden Abend, jede Nacht, hoff ich, dass sein Herz noch pocht,
werd' enttäuscht, denn die Gewissheit, dass es nicht so ist,
reißt mich in ein tiefes Loch.

Und alles was bleibt -
Ein Meer voller Gedanken.

© Holger F.

Freitag, 29. Januar 2010

Den heutigen Tag Revue passieren lassen...

Ja, meine lieben Leser und Leserinnen, heute war mal ein ganz ordentlicher Tag, wenn man dies so nennen darf und nennen kann. Heute früh bin ich ganz normal in die Schule gegangen, auch wenn ich eigentlich eine Befreiung habe, also für die Schule. Naja ich wollte eben mein Zeugnis schon ganz früh haben und hab es mir deshalb noch vor der ersten Stunde bei meinem Direktor geholt. Ging auch ganz flott. Dann bin ich nach hause, hab vorher noch meine Tabletten aus der Apotheke abgeholt. Neue Schlaftabletten geholt, und auf dem Weg dorthin wurde eigentlich mein Hauptproblem sichtbar und vor allem fühlbar. Depressionen. Ich war die ganze Zeit auf dem Heimweg scheisse drauf, hab über alles nachgedacht und stand kurz davor in Tränen auszubrechen. Irgenwie ging es mir da zwar so beschissen wie in der letzten Zeit noch nicht, aber ich hatte ein prinzipiell notwendiges Gefühl in meinen Adern gespürt - Trauer. Diese Trauer offenbarte sich schon einzig und allein darin, dass ich gar nicht mehr ansprechbar war und meine Umwelt fast komplett vergessen habe. Außer, als ein Bus vorbeigefahren ist, und wie sollte es anders sein, er erinnerte mich an ihn. Als wir damals wegen mir und wegen meinem Bein ins Krankenhaus gefahren sind, und uns dort so ein breitarschiger Arzt empfing und sich erstmal getrost auf mich draufsetzte. War zwar irgendwie komisch, aber jetzt wo sich all das verändert hat fehlt mir einfach dieser besondere Moment, diese Szenen, an die man sich noch Jahre lang zurückerinnern kann. Er fehlt mir einfach so sehr. Wenn ich so diesen Tagesrückblick schreibe, darf ich mir di ein oder andere Träne verkneifen. Ich bin also um ca. 13Uhr zum Psychotherapeuten gegangen, auch weil ich will, dass das alles irgendwann mal ein Ende hat. Die Krankheit.. Wenn es sein muss auch mein ...
Jedenfalls durfte ich mir dort auch einige Tränen verkneifen, wir redeten nämlich über die Abschiedsszenen, die sich wie eine Kugel in meinen Kopf gebrannt haben. Naja, irgendwie ging es mir seit dem Besuch dort einigermaßen ok. Ab um 3 hab ich den Tag dann mit Sarah verbracht und 10 Toast Hawaii verdrückt. Also wir beide zusammen. Jetzt hatte ich mich kurz irgendwie mit meiner Mom am Gesäß. Ihr ahnt es schon, ich fahre mit voller Wucht wieder auf eine meiner geliebten depressiven Phasen zu. Und nichts und niemand kann mich da jetzt rausziehen. Irgendwann kapiert es die Welt vllt, das ich momentan keine Art der Kritik brauchen kann. Aber bis dahin... Wenns nicht geht, gibt es sicherlich nur einen Ausweg. Suizid. Dies schreibe ich nicht nur so, nein, ich weiß nicht wielange ich mich noch unter Kontrolle habe, wie lange ich der Krankheit paroli bieten kann. Wenn es nicht mehr lange ist, werd ich irgendwas versuchen müssen. Auch wenn ich gar keine Hoffnungen mehr hab. Auf nichts und niemanden. Aber genug davon.
Widmet Euch nun wieder Eurem Leben.
Bis dahin,

Adiéu

Donnerstag, 28. Januar 2010

Ein Anruf...

von meinem Sportlehrer hat mich eben erreicht. Er hat versucht mir neuen Mut zu bringen und irgendwie aus der Situation herauszuhelfen. Neue Aktivitäten für mich zu finden und mir Hilfe angeboten. Ich bin ihm wirklich dankbar dafür. Ich werd drüber nachdenken, und eventuell mein Schicksal in die Hand nehmen. Viel mit Sarah machen. Viel alleine machen. Viel fotografieren. Das ist vorrübergehend vielleicht meine Bestimmung.
Ich halte euch dennoch auf dem laufenden..

Adiéu.

Nundenn, da bin ich wieder!

Der nächste Tag in meinem verfluchten Leben ist angebrochen. Bin erst um 11 Uhr aufgestanden und schreibe deswegen erst jetzt. Meine Tabletten hab ich noch nicht genommen, werde ich gleich machen. Meine Opipramol Schlaftabletten reichen mir langsam nicht mehr aus, kann kaum noch durchschlafen, sondern wache alle 5 - 10 Minuten wieder auf. Das ist anstrengend und ätzend, es zehrt an meinen Nerven. Wie derzeit eigentlich alles. Gestern habe ich einen wunderschönen Tag mit Sarah verbracht, auch wenn nicht mehr viel von den schönen Erinnerungen an gestern übrig geblieben sind. Diese scheiss Stoffe in meinem Kopf fressen all das positive auf, nichts kann ich mehr glücklich erleben. Denn gestern ging es mir auch nicht den ganzen Tag so gut, nein, beim besten Willen nicht. Diese depressiven Phasen werden immer häufiger und dauern immer länger, auch wenn ich das langsam nur noch als Alltag bezeichnen kann. Und selbst die Pläne für die Zukunft kann ich nicht schmieden, meine Gedanken schweifen immer öfters in Richtung Suizid. Das ich das so frei raussagen kann, ist ein Wunder. Aber wenn ich das alles nicht mehr schaffe, sehe ich darin meinen letzten Ausweg. Denn niemand kann mir helfen - niemand.
Aber nun zurück zu heute, Sarah kommt gleich zu mir. Dann essen wir erstmal Nudelauflauf zum Mittag, den meine Mom gestern abend für mich gezaubert hatte, und gehen um 15.45Uhr zum Zahnarzt. Muss noch meine Zähne putzen und mich schick machen. Auch wenns schwerfällt. Heut abend mach ich dann Toast Hawaii, hoffentlich gelingt mir das. Morgen gibts dann auch schon Zeugnisse, ich hoffe, dass mein Zeugnis gelungen ist. Schade, dass er das nicht mehr sehen kann, ich ihn nicht mehr glücklich & stolz machen kann.. Alles ist so verderblich... Ich komm aus dem Loch einfach nicht mehr raus.. Mein Lebensmut hat mich schon längst verlassen, Hoffnung hab ich gar keine mehr..

Auf einen neuen Tag...

Mittwoch, 27. Januar 2010

Guten Morgen, heile Welt!

Hier bin ich, wiedermal. Meine Mom hat heute Geburtstag. Grund genug, heute mal abzuhauen und ihr einen schönen Tag machen zu lassen. Werd also bei klirrender Kälte mal in den Park verschwinden. So für 1 - 2 Stunden, mal sehen ob ich wiederkomme. Ist ja nicht leicht, eine solche Kälte zu überstehen. Außerdem muss ich mal gucken, wo meine Aufkleber noch hängen und wo nicht. Ich überlege mir mittlerweile, selber Aufkleber drucken zu lassen. Wird bestimmt ein Heidenspaß, diese zu entwerfen. Apropos. Hab gestern endlich mal wieder [nach 3 Monaten] einen Entwurf für einen Schal auf die Reihe gekriegt. Fürs Derby. Freu mich ja schon wahnsinnig drauf, Flutlichtspiel am Donnerstag *kopfklatsch*. Jetzt mal kurz was zu meiner Gesundheit. Momentan hab ich arge Kopfschmerzen und, tolle Nebenwirkung, endlich Verdauungsprobleme. Übrigens ist die Wahrscheinlichkeit für diverse Blutungen wegen den Medikamenten um ein vielfaches gestiegen. Vielleicht muss ich gar nicht mehr solange auf der Welt ausharren. Generell hat mich er Lebensmut schon längst verlassen, ich isolier mich fast vollständig und genieße meine Ruhe, ganz allein. Ich hoffe es bleibt länger so. Hab nämlich keine Lust auf neue Bekanntschaften und Freundschaften, schließlich soll ja später niemand um mich trauern, wenn es soweit ist. Bzw. sein könnte, wir wollen ja nichts absolutieren. Jedenfalls hab ich mir vor ca. 5 Minuten eine Lasagne reingeschoben, freu mich schon drauf, diese zu essen. Ein kleines Highlight an einem weiteren, trostlosen Tag...

Bis dahin..

Dienstag, 26. Januar 2010

Der Alltag nervt...

Ja, der Alltag nervt. Und er nagt an meinen Nerven. Langsam fange ich mich an zu hassen, ich bin in einem solchen inneren Ungleichgewicht. Ich spüre kaum noch was, die Antidepressiva lassen allmählich in ihrer Wirkung nach. Heute habe ich frische neue Schlaftabletten und Tabletten gegen diverse Schmerzen bekommen. Das lustige daran, eine mögliche Nebenwirkung durch diese Tabletten sind Depressionen. Geiler Teufelkreis, nicht? Aber die Medizin weiß auch nicht so recht, was sie bei einem solchen Problemfall wie mir machen soll. Frag ich mich auch schon seit geraumer Zeit. Irgendwie.. ach ich kann einfach gar nicht mehr. Schön, wenn man sowas öffentlich machen kann. Ich bin ja eh nur auf der Suche nach Selbstmitleid. Ich hoffe, die gebildeten und intellektuellen Leser verstehen was ich meine. Natürlich es nicht so, aber in der Gesellschaft gibt es das Thema Depressionen nicht. Grund genug also, hier weiterzuschreiben. Wenn ich jetzt schön weitererzähle, wie so das tägliche Leben eines depressiven Menschen ist, würde hier sonst was rauskommen. Ich sag nur soviel. Derzeit plagen mich Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Halsschmerzen, Antriebslosigkeit, Trauer, Emotionslosigkeit und Lustlosigkeit. Ausserdem Hass und viel zu viele Gedanken..

Das war es erstmal von mir...

Montag, 25. Januar 2010

Hallo liebe Welt, ..!

Ich bin wieder da, frisch aus der Schule.
Wie gehts es mir? Es geht so, habe ziemliche Kopfschmerzen.
War eben noch bei Groschi, seine OP wegen seinem Fuß ist geglückt, wird aber wohl die Woche zuhause bleiben. Kann er auch gar nicht anders, wenn er schon Schmerztabletten braucht.
In der Schule heute habe ich von jemandem eine schlimme Nachrichten erfahren. Die medizinischen Werte einer geliebten Person, also Blutwerte, sind sehr schlecht. Sie sind erschreckend schlecht. Ich warte gespannt auf einen Anruf von ihr, sie ist gerade im Krankenhaus in EF. Ich bange um sie.. Weiß nicht, wie es ohne sie weitergehen sollte. Gar nicht vorstellbar für mich. Ich werde jetzt erstmal n Kaffee trinken, und zwei drei Tabletten zum Beruhigen nehmen. Und dann erwarte ich in 20 Minuten den Anruf. Auweia. Hab jetzt schon Angst davor..
Vor nicht allzulanger Zeit habe ich schon einen sehr wichtigen Menschen verloren, der mir jeden Tag an meiner Seite fehlt.. Ich vermisse ihn... :(

Sonntag, 24. Januar 2010

Und los geht's..

Hier kommt also demnächst mein ganzes Leben hinein, ich versuche natürlich so gut und viel wie möglich zu schreiben und versuche mich täglich zu melden, damit ihr immer auf dem neusten Stand seid.

Was steht heute noch an? Ich werde mich gleich schlafen legen, ich bin müde und ausgebrannt. Irgendwie scheint das Leben weiterzugehen, aber ich zweifel daran. Zweifel, die immer größer werden. Schließlich brauch ich schon Schlaftabletten und Beruhigungsmittel, um mich überhaupt noch irgendwie konzentrieren zu können.
Und beim Heimspiel in Jena gestern, hab ich mir wohl ne ordentliche Erkältung zugezogen.

Ein hoch auf unsre neue Welt!