Ja, meine lieben Leser und Leserinnen, heute war mal ein ganz ordentlicher Tag, wenn man dies so nennen darf und nennen kann. Heute früh bin ich ganz normal in die Schule gegangen, auch wenn ich eigentlich eine Befreiung habe, also für die Schule. Naja ich wollte eben mein Zeugnis schon ganz früh haben und hab es mir deshalb noch vor der ersten Stunde bei meinem Direktor geholt. Ging auch ganz flott. Dann bin ich nach hause, hab vorher noch meine Tabletten aus der Apotheke abgeholt. Neue Schlaftabletten geholt, und auf dem Weg dorthin wurde eigentlich mein Hauptproblem sichtbar und vor allem fühlbar. Depressionen. Ich war die ganze Zeit auf dem Heimweg scheisse drauf, hab über alles nachgedacht und stand kurz davor in Tränen auszubrechen. Irgenwie ging es mir da zwar so beschissen wie in der letzten Zeit noch nicht, aber ich hatte ein prinzipiell notwendiges Gefühl in meinen Adern gespürt - Trauer. Diese Trauer offenbarte sich schon einzig und allein darin, dass ich gar nicht mehr ansprechbar war und meine Umwelt fast komplett vergessen habe. Außer, als ein Bus vorbeigefahren ist, und wie sollte es anders sein, er erinnerte mich an ihn. Als wir damals wegen mir und wegen meinem Bein ins Krankenhaus gefahren sind, und uns dort so ein breitarschiger Arzt empfing und sich erstmal getrost auf mich draufsetzte. War zwar irgendwie komisch, aber jetzt wo sich all das verändert hat fehlt mir einfach dieser besondere Moment, diese Szenen, an die man sich noch Jahre lang zurückerinnern kann. Er fehlt mir einfach so sehr. Wenn ich so diesen Tagesrückblick schreibe, darf ich mir di ein oder andere Träne verkneifen. Ich bin also um ca. 13Uhr zum Psychotherapeuten gegangen, auch weil ich will, dass das alles irgendwann mal ein Ende hat. Die Krankheit.. Wenn es sein muss auch mein ...
Jedenfalls durfte ich mir dort auch einige Tränen verkneifen, wir redeten nämlich über die Abschiedsszenen, die sich wie eine Kugel in meinen Kopf gebrannt haben. Naja, irgendwie ging es mir seit dem Besuch dort einigermaßen ok. Ab um 3 hab ich den Tag dann mit Sarah verbracht und 10 Toast Hawaii verdrückt. Also wir beide zusammen. Jetzt hatte ich mich kurz irgendwie mit meiner Mom am Gesäß. Ihr ahnt es schon, ich fahre mit voller Wucht wieder auf eine meiner geliebten depressiven Phasen zu. Und nichts und niemand kann mich da jetzt rausziehen. Irgendwann kapiert es die Welt vllt, das ich momentan keine Art der Kritik brauchen kann. Aber bis dahin... Wenns nicht geht, gibt es sicherlich nur einen Ausweg. Suizid. Dies schreibe ich nicht nur so, nein, ich weiß nicht wielange ich mich noch unter Kontrolle habe, wie lange ich der Krankheit paroli bieten kann. Wenn es nicht mehr lange ist, werd ich irgendwas versuchen müssen. Auch wenn ich gar keine Hoffnungen mehr hab. Auf nichts und niemanden. Aber genug davon.
Widmet Euch nun wieder Eurem Leben.
Bis dahin,
Adiéu
Holger, Kopf hoch, wir sind auch noch für dich da.
AntwortenLöschenAndy, dein Freund
Holger hat auch einen Blog. Schau mal an ... :)
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