Was für ein Unwort, wenn man selbst mit diesem ominösen Abstand konfrontiert wird. Sage ich es so, es ist kaum auszuhalten, wenn man, und das jetzt gerade in den Ferien, auf Abstand gehalten wird, weil man verzweifelt um seine Liebe kämpft. Was läuft da hinter meinem Rücken ab? Nichts was mich schockieren dürfte, hoff ich. Aber auf unbewusster Ebene läuft da etwas ganz bewusstes ab. "Wie sieht mein Leben ohne ihn aus?" oder "Was hab ich überhaupt für Freiheiten, wenn ich nicht mehr an ihn gebunden bin" oder "So schön kann das Leben doch sein"... Es ist schwer zu sagen, ob etwas zutrifft oder nicht, es ist alles nur spekulativ und dennoch schmerzhaft. Suggestionen, wie etwa die eines Abschiedes oder die eines Verlustes machen sich breit. Schiebt man den Gefühlen einen Riegel vor, manipuliert Fühlen und Handeln mit vorsätzlichem pessimistischen Gedankengut oder lässt man seinen Gefühlen freien Lauf? Letzteres würde wohl nur dann etwas bringen, wenn man wirklich noch an eine Besserung glaubt, wenigstens ein Stückchen Hoffnung in sich trägt. Was, wenn aber die gesamte Zeit ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit in einem schlummert, welches jeden Strohhalm, an den man sich noch klammern könnte, erfolgreich abwehrt und nichts von alledem, was in der Vergangenheit Positives stattgefunden hat, noch irgendwelchen Einfluss auf die aktuelle, prekäre Situation hat? Es scheint ein Teufelskreis zu sein. Aber desweiteren bin ich der Meinung, dass Abstand auch eine Form von Verdrängen und vielleicht auch allmählichem Vergessen ist. So passt es ins Gesamtbild, dass es wohl an den Gefühlen zu liegen scheint, und das der Grundtenor eher negativer Art und Weise ist. "Wir können es auch sein lassen, wenn es nicht mehr geht.." - solche unmoralischen Angebote zeigen doch deutlich auf, dass wohl eher nicht auf Besserung meinerseits gehofft wird und man sich mehr oder weniger mit dem Schluss abfinden möchte.
Am Ende stell ich mir dann noch eine Frage. Wozu eigentlich die Einsichtigkeit, so viele Fehler gemacht zu haben, wozu die Erinnerungen an die wunderschöne Zeit, wozu die Offenheit, auch mal was mit sich machen zu lassen und schlussendlich wozu noch die Hoffnung, wenn es doch keine mehr zu geben scheint?
Es sind nur Vermutungen, nur verletzte Gefühle..
Aber ein Fünkchen Hoffnung, dass dies gelesen wird und ein Umdenken stattfinden könnte, in positiver Richtung selbstverständlich, liegt noch vor und ich klammere mich daran.. :/
grandioser Text. Echt ich find ihn klasse und zutreffend
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