Mittwoch, 20. Oktober 2010

Gefühle?


Was sind schon Gefühle. Irgendwelche Regungen des Gehirns, das auf irgendwelche Reize irgendwelche kleine Botenstoffe und Hormone aussendet, die wir dann irgendwie wahrnehmen. Das ist doch Schrott. Wie dumm sind wir eigentlich, wenn wir auf Gefühle hören, uns tagelang verbiegen und uns verkrümmen nur um unsere Gefühle und eventuell unser Gewissen zu befriedigen. Wie edel sind Tiere, die keine Gefühle wahrnehmen und keine Emotionen zeigen, denn ihr Leben ist ein klar gegliedertes und ihr Sinn besteht nur in der Fortpflanzung. Aber wenn wir uns Menschen betrachten dann frag ich mich immer häufiger, was wir überhaupt wollen? Fortpflanzung, daran wird wohl niemand zweifeln und daran wird es auch nie scheitern, machen wir es doch regelmäßig aus Spaß. Wir denken und fühlen und lassen unser Handeln davon beeinflussen. Und, gehen wir noch einen Schritt weiter, wir handeln um zu fühlen und zu denken und machen uns so zu Marionetten unseres Organismus'. Davon beeinflusst, wo und wie wir leben, wie wir geprägt werden und was wir an eigenem Leibe erfahren und welche Gene wir erben und..., von alledem werden wir geformt und zu Menschen gemacht, Charaktere werden geschaffen. Aber muss oder eher sollte ein Charakter nicht gleich bleiben, fern von der Beeinflussung von Gefühlen? Menschen bleiben sich doch nicht dann treu, wenn sie darauf hören, was ihnen ihre Gefühle zeigen, sondern viel eher dadurch, wenn sie wissen, wer sie sind und wie sie sind, um das beizubehalten. Wir fühlen doch in den verschiedensten Situationen ganz unterschiedlich, egal ob sie uns schon einmal wiederfahren sind oder nicht - wir fühlen meist ganz anders und handeln erst danach. Und dadurch verändern wir unseren Charakter und uns selbst. Ein ewiger Fluss der darin mündet, dass Menschen in einer Selbstüberschätzung enden oder in Selbstmitleid versinken oder nichts von beidem.

Sind wir stärker, wenn wir auf unsere Gefühle hören und nicht etwa diese ausblenden?

Als Opfer meiner Gefühle fände ich es momentan einfacher, das Ausblenden meiner Gefühle zu versuchen und diesen Stil beizubehalten - aber bringt mir das auf lang gesehen etwas?
Schließlich steh ich für meine Liebe ein, für meine Leidenschaft gerade und für meinen Stolz still.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen