Was für ein Unwort, wenn man selbst mit diesem ominösen Abstand konfrontiert wird. Sage ich es so, es ist kaum auszuhalten, wenn man, und das jetzt gerade in den Ferien, auf Abstand gehalten wird, weil man verzweifelt um seine Liebe kämpft. Was läuft da hinter meinem Rücken ab? Nichts was mich schockieren dürfte, hoff ich. Aber auf unbewusster Ebene läuft da etwas ganz bewusstes ab. "Wie sieht mein Leben ohne ihn aus?" oder "Was hab ich überhaupt für Freiheiten, wenn ich nicht mehr an ihn gebunden bin" oder "So schön kann das Leben doch sein"... Es ist schwer zu sagen, ob etwas zutrifft oder nicht, es ist alles nur spekulativ und dennoch schmerzhaft. Suggestionen, wie etwa die eines Abschiedes oder die eines Verlustes machen sich breit. Schiebt man den Gefühlen einen Riegel vor, manipuliert Fühlen und Handeln mit vorsätzlichem pessimistischen Gedankengut oder lässt man seinen Gefühlen freien Lauf? Letzteres würde wohl nur dann etwas bringen, wenn man wirklich noch an eine Besserung glaubt, wenigstens ein Stückchen Hoffnung in sich trägt. Was, wenn aber die gesamte Zeit ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit in einem schlummert, welches jeden Strohhalm, an den man sich noch klammern könnte, erfolgreich abwehrt und nichts von alledem, was in der Vergangenheit Positives stattgefunden hat, noch irgendwelchen Einfluss auf die aktuelle, prekäre Situation hat? Es scheint ein Teufelskreis zu sein. Aber desweiteren bin ich der Meinung, dass Abstand auch eine Form von Verdrängen und vielleicht auch allmählichem Vergessen ist. So passt es ins Gesamtbild, dass es wohl an den Gefühlen zu liegen scheint, und das der Grundtenor eher negativer Art und Weise ist. "Wir können es auch sein lassen, wenn es nicht mehr geht.." - solche unmoralischen Angebote zeigen doch deutlich auf, dass wohl eher nicht auf Besserung meinerseits gehofft wird und man sich mehr oder weniger mit dem Schluss abfinden möchte.
Am Ende stell ich mir dann noch eine Frage. Wozu eigentlich die Einsichtigkeit, so viele Fehler gemacht zu haben, wozu die Erinnerungen an die wunderschöne Zeit, wozu die Offenheit, auch mal was mit sich machen zu lassen und schlussendlich wozu noch die Hoffnung, wenn es doch keine mehr zu geben scheint?
Es sind nur Vermutungen, nur verletzte Gefühle..
Aber ein Fünkchen Hoffnung, dass dies gelesen wird und ein Umdenken stattfinden könnte, in positiver Richtung selbstverständlich, liegt noch vor und ich klammere mich daran.. :/
Freitag, 22. Oktober 2010
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Gefühle?

Was sind schon Gefühle. Irgendwelche Regungen des Gehirns, das auf irgendwelche Reize irgendwelche kleine Botenstoffe und Hormone aussendet, die wir dann irgendwie wahrnehmen. Das ist doch Schrott. Wie dumm sind wir eigentlich, wenn wir auf Gefühle hören, uns tagelang verbiegen und uns verkrümmen nur um unsere Gefühle und eventuell unser Gewissen zu befriedigen. Wie edel sind Tiere, die keine Gefühle wahrnehmen und keine Emotionen zeigen, denn ihr Leben ist ein klar gegliedertes und ihr Sinn besteht nur in der Fortpflanzung. Aber wenn wir uns Menschen betrachten dann frag ich mich immer häufiger, was wir überhaupt wollen? Fortpflanzung, daran wird wohl niemand zweifeln und daran wird es auch nie scheitern, machen wir es doch regelmäßig aus Spaß. Wir denken und fühlen und lassen unser Handeln davon beeinflussen. Und, gehen wir noch einen Schritt weiter, wir handeln um zu fühlen und zu denken und machen uns so zu Marionetten unseres Organismus'. Davon beeinflusst, wo und wie wir leben, wie wir geprägt werden und was wir an eigenem Leibe erfahren und welche Gene wir erben und..., von alledem werden wir geformt und zu Menschen gemacht, Charaktere werden geschaffen. Aber muss oder eher sollte ein Charakter nicht gleich bleiben, fern von der Beeinflussung von Gefühlen? Menschen bleiben sich doch nicht dann treu, wenn sie darauf hören, was ihnen ihre Gefühle zeigen, sondern viel eher dadurch, wenn sie wissen, wer sie sind und wie sie sind, um das beizubehalten. Wir fühlen doch in den verschiedensten Situationen ganz unterschiedlich, egal ob sie uns schon einmal wiederfahren sind oder nicht - wir fühlen meist ganz anders und handeln erst danach. Und dadurch verändern wir unseren Charakter und uns selbst. Ein ewiger Fluss der darin mündet, dass Menschen in einer Selbstüberschätzung enden oder in Selbstmitleid versinken oder nichts von beidem.
Sind wir stärker, wenn wir auf unsere Gefühle hören und nicht etwa diese ausblenden?
Als Opfer meiner Gefühle fände ich es momentan einfacher, das Ausblenden meiner Gefühle zu versuchen und diesen Stil beizubehalten - aber bringt mir das auf lang gesehen etwas?
Schließlich steh ich für meine Liebe ein, für meine Leidenschaft gerade und für meinen Stolz still.
Dienstag, 19. Oktober 2010
Wow...
ich bin richtig beeindruckt. Eben (18.00Uhr) im Film "The Social Network" gewesen und soll man dazu sagen. Selten hat mich ein Film so überzeugt und durchweg unterhalten.
Es ist keine Meisterleistung zu erkennen, worin es in dem Film geht. Aber es ist sehr geil zu sehen, dass in dem Film auch eine Botschaft steckt, oder besser gesagt das Leben perfekt dargestellt wird. Zwischen gut und böse, reich und arm, spielten Menschen, die von Vorurteilen und anderen Dingen geprägt worden sind, Emotionen beeinflussten Moral und Handeln - das Wichtigste aber war für mich, dass man mitbekam, wie ein Mensch sich verändert - nach außen, aber nicht nach innen.
Auch diese Intelligenz eines Menschen, der es ihm erst ermöglicht, Autoritäten nicht anzuerkennen und sich gegen nahezu alles aufzulehnen, jedoch trotzdem ein Opfer des Lebens bleibt.
Das Schreiben ohne Radiergummi, das unveränderliche Leben und seine Geschichten, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, die Darstellung von Liebe und Freundschaft, einfach nur herrlich.
Leider, und das weiß auch ich mittlerweile, malt man selbst dann, wenn man es nicht wahrnimmt.
Deshalb sollte jeder sich immer dessen gewiss sein, zu malen, zu schreiben.. - Ohne Radiergummi!
Es ist keine Meisterleistung zu erkennen, worin es in dem Film geht. Aber es ist sehr geil zu sehen, dass in dem Film auch eine Botschaft steckt, oder besser gesagt das Leben perfekt dargestellt wird. Zwischen gut und böse, reich und arm, spielten Menschen, die von Vorurteilen und anderen Dingen geprägt worden sind, Emotionen beeinflussten Moral und Handeln - das Wichtigste aber war für mich, dass man mitbekam, wie ein Mensch sich verändert - nach außen, aber nicht nach innen.
Auch diese Intelligenz eines Menschen, der es ihm erst ermöglicht, Autoritäten nicht anzuerkennen und sich gegen nahezu alles aufzulehnen, jedoch trotzdem ein Opfer des Lebens bleibt.
Das Schreiben ohne Radiergummi, das unveränderliche Leben und seine Geschichten, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, die Darstellung von Liebe und Freundschaft, einfach nur herrlich.
Leider, und das weiß auch ich mittlerweile, malt man selbst dann, wenn man es nicht wahrnimmt.
Deshalb sollte jeder sich immer dessen gewiss sein, zu malen, zu schreiben.. - Ohne Radiergummi!
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Und plötzlich brach eine Gesellschaft zusammen..
...Ausländerhass, Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit - jeder, der diese Wörter hört oder liest, dürfte sich in geringer Form angesprochen fühlen. Ganz einfach, weil jeder einmal so weit sein wird und einen Teil in der Gesellschaft Deutschlands einnimmt, weder verdient noch gewollt. Jeder Mensch muss sich heutzutage irgendwie etablieren, um nicht den Anschluss an den Rest zu verlieren. Dabei scheint es jedoch vollkommen irrelevant zu sein, worin überhaupt die Probleme liegen. Wenn Sarrazin mit seinem Buch einen Stein ins Rollen gebracht hat, merkt man doch, dass dem Zahn der Zeit langsam der Schutzmantel fehlt. Langsam aber sicher kommen wir ins Grübeln, worin überhaupt die Ursachen dafür liegen, warum es eine so große, eminente Angst vor der Zukunft gibt. Jeder würde lachen, sagte ich, dass unserer Gesellschaft die Liebe fehlt. Wer jedoch sich versucht zu erinnern, wie es z.B. in der DDR war, wo auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt für das Ziel des Sozialismus gebaut wurde, wird sich wundern, was mit uns geschehen ist. Wenn jemand sagte, dass die Wiedervereinigung ein großer Schritt für die Deutschen gewesen sei, dann muss ich ihn leider enttäuschen. Es wäre besser gewesen, die beiden Staaten beizubehalten. Denn all die Vorteile die es auch haben mag, der Mensch kann nicht mit allen Veränderungen umgehen. Oder warum ist man heute so stolz darauf, endlich die Nation verbunden zu haben und ein Land zu bilden? Weil es Halluzinationen sind, die vor der Wahrheit täuschen; weil die deutsche Einheit, die deutsche Nation als Zeichen des Aufbruchs verwendet wird, um die Sinne der Menschen vollkommen zu vernebeln. Und so sind wir heute immer mehr und immer größer werdenden Gefahren ausgesetzt denen wir irgendwann nicht mehr standhalten werden. Deutschland schafft sich nicht ab, sondern die Menschen schaffen sich ab, indem sie ihre letzten Hoffnungen in den Staat stecken, in die verkommene Gesellschaft. Und das eine Gesellschaft ohne ihren Hauptbestandteil, den Individuen, nicht am Leben bleiben kann, wissen wir. Weil auch jeder einzelne von uns eine Gesellschaft ist - eine Seele mit hundert verschiedenen Ausdrücken, Gefühlen, Gedanken. Und jeder, der sich voller Verzweiflung in den Selbsttod stürzt, ist ein Anzeichen dafür, etwas falsch gemacht zu haben - was letztendlich dem tollen deutschen Volke anzulasten sei....
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