Wie eine Momentaufnahme scheint es mir, unbedingt hier wieder einen kleinen Text zu verfassen, eine Art Anekdote aus meinem Leben. Ähnlich wie im letzten Kapitel aus "Das Ende ist mein Anfang" spüre ich auf einmal ein Verlangen danach, in eine Ekstase zu verfallen, etwas zu schreiben. Ich versuche zwar mein Leben wieder etwas besser und ausgewogener zu gestalten, aber was bis dahin alles nicht nicht geklappt hat. Freitag soll es wohl heftig regnen, das Sportfest wird wohl abgesagt werden. Aber keine Ahnung, wie es nun wirklich weitergeht. Hoffentlich haut alles hin, hoffentlich darf ich das Sportfest am Freitag besuchen. Denn für mich schließt sich an diesem Ort ein Kreis. Ein ganz besonderer, den ich hier wohl unter Tränen versuchen werde zu erklären. Das Volksparkstadion, ja, ein ganz besonderer Ort für mich. Hier führte man jedes Jahr das Sportfest aus, hier bin ich jedes Jahr mit Papa hingegangen. Er hat mich angespornt, hat mir Mut gemacht, hat mir irgendwie auch Kraft gegeben. Und das wird er auch bei diesem Sportfest, da bin ich mir ganz sicher. Denn es ist nunmal so, dass das Leben ein Kreislauf der Natur ist. Das sich der Kreis irgendwo schließen muss und soll. Denn nur wenige Meter vom Volksparkstadion ist der Friedhof, wo ich wohl direkt nach dem Sportfest hingehen werde. Ich breche langsam in Tränen aus... Zumindest hab ich das so vor. Zum ersten mal dort am Grab zu stehen, aufzublicken und tief in Gedanken mit ihm zu reden. Es wird eine der schwersten Gänge meines Lebens. Es wird immer heftiger... Alle Erinnerungen, alles positive mit diesem Viertel, wie wir dann auch danach immer Essen gegangen sind... Aber auch das negative, wie es doch einst im Krankenhaus war, als ich mich ganz allein von ihm verabschieden musste... Alle Erinnerungen kommen hoch, ich kann nicht... Als ich vor ihm stand... Und er so leblos da lag.. Ich nur noch das Piepsen von den Geräten hörte, die sein Leben für kurze Zeit sicherten sollten... Pause... Und nun wieder diese ganzen glücklichen Erinnerungen.. Diese schmerzlichen Erfahrung, dieser schmerzliche Verlust... Dieser Alltag ohne ihn.. Es ist so verdammt hart das alles zu verarbeiten und zu verkraften... Aber es geht weiter... Leider.
Und dieser eine Stuhl bleibt nun doch für immer frei...
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