Mittwoch, 5. Mai 2010

Appell an die Welt!

Dankbarkeit – Eine Frage der Höflichkeit, der Moral
oder der Freundschaft?!

Wenn man so sieht, was hier in der Welt so rumläuft, dann kann man sich eigentlich nur in Grund und Boden schämen. Die Dankbarkeit welche aufgrund von Freundschaften gegeben sein sollte. Schließlich besteht jedes zwischenmenschliche Verhältnis doch irgendwie aus einem Geben und Nehmen. Wenn man seine Freunde auch nur einmal brauchen sollte, hört man heutzutage immer öfter nur den egoistischen Menschen, der spricht, der einen abwimmelt, der von den Problemen anderer nichts wissen und hören möchte, der sich lieber nur zu seinem Gunsten und wahrscheinlich noch auf Kosten anderer entscheidet und auch dementsprechend handelt. Als Mensch wird man heutzutage eben abgewiesen und immer nur noch aufs übelste ausgenutzt. Unverständnis sollte sich eigentlich schon an dieser Stelle breitmachen. Aber dies ist heute nicht mehr so. In einer wandelnden Gesellschaft wo nur noch das persönliche Befinden etwas bedeutet, wo der Kapitalismus in jeder Form auf den Menschen einwirkt, wo jeder dem anderen einen Schritt voraus sein möchte nur um von sich behaupten zu können, er sei besser, verdiene mehr und und und. Doch in dieser Gesellschaft ist dies leider Alltag, sowas wie zwischenmenschliche Bindungen – wer braucht so etwas denn noch? Kleine, zerbrechliche Menschen, die dem Druck nicht gewachsen sind. Aber sonst? Sonst will man doch als der starke gelten, sich und seinen Gefühlen nichts anmerken lassen und lieber alles vor Schloss und Riegel schieben. Doch das ist der größte Fehler dieser Gesellschaft. Wie leicht ein bisschen guter Willen nämlich ausgenutzt wird, möchte ich an dieser Stelle lieber nicht näher erläutern.

Jedoch sei gesagt: Wenn man im Internet mitten in einem Gespräch so ganz freundlich abserviert wird, auf seine Fragen keine Antworten mehr bekommt, weil sie, was weiß ich denn, zu kindisch, zu kritisch oder zu tiefgehend sind. Gedanken, die einen noch eine lange Zeit beschäftigen, können nicht weitergeführt werden. Das Mitfühlen, die Empathie ist zwar vorhanden, wird jedoch nicht von der anderen Seite akzeptiert oder erwidert. Man hat keine Chance an jenen Menschen, der einem doch am Herzen liegt, ranzukommen. Man fühlt sich betroffen, es ist ein zermürbendes Gefühl. Und all das doch eigentlich nur, weil man schlicht und einfach helfen wollte. Nicht irgendwelche Vorteile versucht man sich damit doch zu erbeuten, nein, es ist eben dieser Instinkt, anderen helfen zu müssen. Aber alles was man dafür tut, selbst sein eigenes Leid für eine Zeit lang zu vergessen um sich voll und ganz der anderen Person aufzuopfern, hinzugeben. Es wird zwar sehr gern gesehen, aber nicht oft angenommen. Und was noch schwerer wiegt: Es wird zwar gern gesehen, aber immer nur solange, bis man nicht etwa selber jemand anderem helfen muss, selbst in die Rolle des Helfers gerät und versuchen will und muss, den anderen aus dem Loch zu ziehen. Wie weit kann und will ich gehen? Sicherlich muss jeder diese Frage für sich beantworten. Doch diese ekelhafte Ignoranz, Arroganz und alles was damit zusammenhängt. Das schadet uns, das schadet jedem! JEDEM! Menschen werden erst durch solche Vorfälle geprägt...

Welches Menschenbild gerade geläufig ist, ruft bei mir das blanke Entsetzen hervor.
Wie man sich nur an seiner eigenen Glückseeligkeit so dermaßen ergötzen kann, dass man seine Mitmenschen, seine Freunde, vergisst. Die, die einem in schwierigen Zeiten helfen wollten und geholfen haben, die man aber dann, wenn sie mal in einem Loch stecken, ganz schnell fallen lässt. Und dabei ließe sich das doch alles lösen. Nur ein wenig Zeit investieren, weniger auf den Druck durch diese Drecksgesellschaft eingehen und mehr für und mit seinen Freunden tun. Aber dazu wird es wohl bei einigen Leuten nicht mehr kommen, jedenfalls besteht eine Hoffnung < 0,1%. Es darf nicht so weitergehen, nein, sonst sehen wir in ein paar Jahren aus welchen Charakterschweinen unsere Gesellschaft besteht, die wir selbst hätten verändern können. Man muss sich eben nur mal etwas wagen..

Ich als Mensch, der sich auch selbst betrachten kann, kann nur von mir behaupten, dass ich als dieser Mensch nicht länger leben will. Ich will ausbrechen, will etwas verändern, mich aus der Gesellschaft lösen und mich endlich aus diesen Zwängen befreien. Es ist sehr bedrückend, immer an den Kopf geworfen zu bekommen, das man keine Zeit für mich habe, kein kurzes Gespräch, nichts. Und irgendwann, wenn ich dann von dieser Welt bin – was ist dann? Wer hat dann noch was von mir? Wer erinnert sich an meine Art, mein Denken, Handeln und Fühlen? WER? Wer, wenn sich doch niemand nur ansatzweise angesprochen fühlt? NIEMAND.

Und so geht für mich ein Wunsch förmlich unter. Schließlich will ich irgendwann mal meinen Lebenskreis vervollständigen, sterben, mit der Welt im Reinen sein und meinen Freunden, Bekannten und Bekanntschaften in guter Erinnerung bleiben. Man soll nicht um mich weinen – man soll sich erinnern und an mich denken. Aber soweit wird es nicht kommen. Wer erinnert sich schon gerne eine Person, die man immer mit einem „Keine Zeit“ abgefertigt hat? Mal für mal? Macht man sich nicht eigentlich genau an dieser Stelle sogar Vorwürfe, dass es hier geschrieben steht, für jeden lesbar und einsehbar?

Ist es mangelndes Interesse? Ist es Gefühlskälte? Ist es Egoismus?

Ich kann die Fragen nicht beantworten, sondern nur eine. Und zwar ob das menschlich ist – und das ist es keinesfalls. Aber letztendlich wird man dadurch geprägt... Und wenns so weiter geht, werde auch ich mich so verändern.. Es sei denn, jemand tut was dagegen.
..

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