Donnerstag, 18. Februar 2010

Ein einsamer Gang, Donnerstagabend.

Abend, liebe Freunde.
Ich hab lange nichts mehr geschrieben, war wieder hin und her gerissen, zwischen Depressionen, Freude, Liebe, Trauer und Hass. Alle Gefühle waren an der Tagesordnung. Aber ein Gefühl welches mich gerade eben besonders runterzog, ist die Trauer und meine Innere Leere. Ich habe Gedanken in meinem Kopf, die Erinnerungen gleichen - Erinnerungen an die schöne alte Zeit, und dass sie jetzt vergangen ist. Ich bemüh mich so gut wie möglich, Fassung zu bewahren, aber ich breche stets und ständig in meinen Grundfesten ein. Täglich. Es ist die Hoffnungslosigkeit, das Bewusstsein des Verlustes und die Erinnerungen. Diese beziehen sich ausschließlich auf die letzten Tage, bis hin zum Letzten Kuss, das Letzte Streicheln und das endgültige Gehen. Mir kommen jetzt noch Tränen, wenn ich mich an die Szenerie in der Intensivstation erinnere. Wenn ich rückblickend die Chemotherapien betrachte, und es irgendwie doch nichts genützt hat. Ich vermisse ihn Tag für Tag mehr. Ich komme wiederrum Tag für Tag weniger mit mir klar. Die Depressionen ergreifen mich wieder, vollständig.

Eben hörte ich Musik, Yann Tiersen und Sur le fil. Dessen Anfangsmelodie und Steigerung des Taktes ist traumhaft, erinnert mich jedoch immer wieder zurück. Ich höre das Lied jeden Tag, wenn es mir möglich ist. Ich verkneife mir jeden Tag die Tränen. Aber langsam kann ich meine Gefühle nicht mehr verbergen... Auch eben hab ich geweint...

Es ist eben doch mehr...

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