Oft saß ich bereits irgendwo alleine rum und habe mich nach dem Sinn meines Lebens gefragt und bin dabei nicht auf Ziele wie materielle Unabhängigkeit oder das Gründen einer Familie gestoßen, sondern vielmehr auf verschiedene Ideale und Träume die ich habe. Und in vielen der Gedankengänge bin ich auf das Thema meines Todes gestoßen, mal für mal, ganz kontinuierlich und schier unaufhörlich, weil es einfach dazu gehört, wenn man über sein Leben sinniert. Ein ganz zentraler Punkt soll jedoch nicht mein eigenes Zugrundegehen sein, sondern das, was danach passiert. Das, was ich mir am sehnlichsten wünsche und was sozusagen mein Lebenstraum ist, ist, den Menschen in Erinnerung zu bleiben, mit denen ich die Stunden meines Lebens geteilt und verbracht habe.
Es bedarf dazu einer enormen Portion Glück, eben jene Menschen zu treffen, die gerne ihre Zeit teilen und sich auch auf neue Wege einlassen, und desweiteren bedarf es einer enormen Ausdauer, einer inneren Kraft und eines puren, reinen Glaubens daran, dass alles besser wird und alles verbessert werden kann. Doch kann man die Welt, und das, was sie im Inneren zusammenhält, nicht verändern, indem man sich von einem Gedanken, herumhüpfend wie ein Floh, beißen lässt und darauf hofft, sich der totalen Erleuchtung ausgesetzt zu haben - sondern all das muss erzwungen werden durch Arbeit, durch Denken, bewusstes Handeln und Fühlen.
Der Mensch von heute muss einen Qualitätssprung machen, muss Ideale mit der Realität verbinden und darf dabei dennoch nicht von seinem Weg abkommen.
Und dies kann jeder schaffen, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt und Tag für Tag aufs neue daran denkt, dass es etwas zu verbessern gibt. Und jeder von Euch da draußen sollte es auf seine eigene Art und Weise machen. Jeder hat andere Ziele, jeder hat andere Ideale, jeder wird seinen eigenen, neuen Weg finden, wenn er es nur probiert.
Und sollte jemand man hinfallen und Hilfe dabei benötigen, wiederaufzustehen, muss er sich nur umsehen und erkennen, dass viele Menschen ihm die Hand reichen, so auch ich. Weil immerhin die Freunde, die erkennen, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten, selber darum wissen, wie gefährlich es ist, wenn man von seinem rechten Weg abkommt und in falsche Bahnen gelenkt wird, wenn man niedergetrampelt wird, weil man nicht schnell genug wieder aufstehen kann.
So ist der Weg zur Selbstverwirklichung der Weg des Lebens - erst am Ende hat man erreicht, was man erreichen wollte...
Dennoch darf man nicht die Augen davor verschließen, dass wir uns in einer Welt mit ganz unterschiedlichen Strickmustern befinden - wir leben in einer Realität, in der uns Ketten angelegt worden sind und der Stempel der Freiheit aufgedrückt worden ist. Wir leben in einer Welt, in der die Oberflächlichkeit und Schnelllebigkeit einen festen Platz eingenommen haben, in der wir wie Marionetten von ganz verschiedenen Kräften gelenkt werden und uns demzufolge selber kaum bestimmen können. Wir sitzen in der Falle, und müssen dies erstmal erkennen. Der eigene Weg wird von Helden und Idealen bestimmt, die als erstrebenswert ausgegeben worden sind und immer wieder beworben werden. Teil der Gesellschaft zu sein, dazuzugehören, wenn man Geld für die unterschiedlichsten Beauty-Produkte und Fashion-Trends ausgibt, das soll unser wahres Ziel sein - aber nicht meins.
Schiebt dem Tsunami der ganzen Einflüsse einen Riegel vor und findet zu euch selbst. Man muss sich Zeit lassen, bis man wirklich verstehen kann, in welcher riesigen Schuttgrube wir sitzen und Tag für Tag aufs Neue mit den besten und innovativsten Entdeckungen überschüttet werden.
Finde zu Dir selbst, befreie deinen Geist von alledem, was nicht zu Dir gehört!
Kurz gefasst wäre es meiner Meinung nach, man muss sich Zeit lassen, um sich selbst einmal zu finden, bevor man mit den großen Zielen beginnt.
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