"Räum doch endlich mal dein Zimmer auf. Darin kann man ja gar nicht mehr treten, so schlimm ist das schon. Überall liegt nur irgendwelcher Müll rum, das sieht richtig gruselig aus!"
Ich sitze am PC.
Die Musik dröhnt aus den Lautsprechern.
Die Melancholie und die Traurigkeit gelangen wie ein roter Faden, von der Musik getragen, spielend leicht in mein Ohr, und beide sollen ein wenig später meinen gesamten Körper beherrschen.
Die Augen feuchten leicht an, Wasser staut sich und der Druck nimmt allmählich zu. Ich spüre, wie alles rausmuss, als es mich im Fluge ergriffen hat. Ein Lied, welches solche Emotionen auslöst, ist meistens an heftige Erinnerungen gekittet - heftig, weil extrem polarisierend, negativ oder positiv. Doch ist es eher negativ.
Auf dem Klavier gespielt, geht jede einzelne Note direkt ins Unterbewusstsein und fordert die Gefühle zum Tanz auf. Die Haare erheben sich in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit, der Körper erstarrt und die Ohren lauschen weiterhin nur dem Takt des Klaviers.
Der Blick haftet auf dem Monitor, doch wendet er sich plötzlich ab. Eine Unordnung um den gesamten Schreibtisch, doch gewohnt und deshalb beruhigend. Wenigstens etwas scheint an seiner Stelle stehen zu bleiben.
Während die Musik also nun ihren Weg nimmt, schweift der Blick meiner feuchten Augen immer mehr ab. Eine wundersame Kraft in mir setzt alle Hebel in Bewegung, zwingt mich zum Aufstehen und Umherwandern.
Voller Gedanken führen mich meine Beine durch die Wohnung. Die Augen verlieren allmählich den Fokus und lassen alles verschwimmen, alles tönt sich plötzlich schwarz-weiß.
Ich sehe Bilder rumliegen aus den vergangenen Zeiten, Kabel, Kameras, Bücher & Zeitschriften, Staub, Prospekte, Schuhe, Klamotten und und und...
Noch bevor die Emotionen ausbrechen werfe ich mich auf das alte Sofa und deck mich mit der Lieblingsdecke aus meiner Kindheitszeit zu, um mich selbst nicht zu vergessen...
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Dienstag, 28. Dezember 2010
Aus Fehlern lernen, Konsequenzen ziehen!
"Du brauchst keine Angst haben, Fehler zu machen - das ist vollkommen normal und total menschlich. Du wirst so oder so welche machen, also versuch Dich nicht selbst davon zu überzeugen, unfehlbar zu sein, wenn Du alles daran setzt. Im Gegenteil, Du machst es damit nur noch viel schlimmer!" - Worte, die Berechtigung geben, sich alles erlauben zu dürfen? - Mitnichten. Dennoch fühle ich mich schlechter als zu vor.
3 Uhr nachts - die Sonne schlummert noch gemütlich in anderen Gefilden, der Himmel ist klar und der Atem vor meinen Augen scheint wie ein Schneekristall gemütlich zum Boden zu sinken. Im aufgeheizten Zimmer brennen Lichter, doch der farbenfroh geschmückte Tannenbaum kann nicht glänzen, findet kaum Beachtung, weil auch die Lichterkette nicht an ist.
Ich geh rein, draußen wird es zu kalt. Eine Hitzewelle drängt auf mich zu und will mich am liebsten wieder ins Kalte werfen. Zwischen innen und außen, irgendwo da hätte ich mich jetzt wohlgefühlt.
Ich trete und nehme einen kurzen Gang zum Kühlschrank, hole mir einen kleinen, fertigen Kaffee der eher wie ein Schokoladengetränk aussieht, und begebe mich anschließend wieder zum PC. Aufgehellt durch das grelle Licht, welches meine traurigen Augen beschießt, starre ich wieder auf den Bildschirm.
Ich bin nervös, schaue aller 5 Minuten auf mein Handy um zu sehen, ob ich einen Anruf verpasst oder eine Nachricht bekommen habe - Fehlanzeige. Auch in den üblichen Online-Messengern oder anderen Kontaktbörsen gibt es keine Nachricht, kein Lebenszeichen.
Den Tag zuvor bin ich noch davon unterrichtet worden, dass ich mich bitte nicht melden soll, doch Gedanken schleichen sich in meinen Kopf. Ängste, die mich zerfressen könnten, ruhen noch in mir und warten nur darauf auszubrechen, wie der Schneesturm, der bereits am Wüten ist und ganze Ladungen voller Schnee vor mein Fenster peitscht.
Leicht zitternd nippe ich an meinem Kaffee, der heute wieder extrem süß schmeckt, und konzentriere mich wieder auf den Bildschirm. Das Pfeifen des Windes und das hektische Tanzen der Schneeflocken beeindruckt mich zunehmend mehr, und eben als ich merkte, dass ich die Kontrolle über mein Handeln verlieren könnte, mache ich die Musik an um mir klar zu machen, dass ich Herr über die Lage bin.
Doch in Wirklichkeit ziert die Verzweiflung meine Nerven und noch bevor ich die Musik überhaupt wahrnehmen konnte habe ich sie wieder ausgestellt. Flatternd wie ein Schmetterling sausen Bilder über meinen Bildschirm.
Erinnerungen, die sich wieder den Weg ins Gedächtnis bahnen, finden ihren Ausweg in kleinen Tränen, die über meine Wangenknochen rollen. Verwirrt und von einer melancholischen Stimmung erfasst, schaue ich mich im tristen, aufgeheizten Zimmer um.
Und wieder sind diese Ängste da, die ich mit einem großen Schluck vom Kaffee versuche zu verdrängen. Doch all das bringt nichts. Letztendlich hab ich das, was ich durchmache selbst zu verantworten. Vertrauen geht nicht einfach so verloren, dachte ich mir. Ich verspürte allmählich einen gewissen Trotz, ein wenig Wut und viel zu viel der Trauer. Ich hab es nicht verdient, so behandelt zu werden - zwar war mir das bewusst, doch was sollte ich machen.
Ich starrte wieder auf den Bildschirm, welcher die ganze Nacht mein bester Freund bleiben sollte..
3 Uhr nachts - die Sonne schlummert noch gemütlich in anderen Gefilden, der Himmel ist klar und der Atem vor meinen Augen scheint wie ein Schneekristall gemütlich zum Boden zu sinken. Im aufgeheizten Zimmer brennen Lichter, doch der farbenfroh geschmückte Tannenbaum kann nicht glänzen, findet kaum Beachtung, weil auch die Lichterkette nicht an ist.
Ich geh rein, draußen wird es zu kalt. Eine Hitzewelle drängt auf mich zu und will mich am liebsten wieder ins Kalte werfen. Zwischen innen und außen, irgendwo da hätte ich mich jetzt wohlgefühlt.
Ich trete und nehme einen kurzen Gang zum Kühlschrank, hole mir einen kleinen, fertigen Kaffee der eher wie ein Schokoladengetränk aussieht, und begebe mich anschließend wieder zum PC. Aufgehellt durch das grelle Licht, welches meine traurigen Augen beschießt, starre ich wieder auf den Bildschirm.
Ich bin nervös, schaue aller 5 Minuten auf mein Handy um zu sehen, ob ich einen Anruf verpasst oder eine Nachricht bekommen habe - Fehlanzeige. Auch in den üblichen Online-Messengern oder anderen Kontaktbörsen gibt es keine Nachricht, kein Lebenszeichen.
Den Tag zuvor bin ich noch davon unterrichtet worden, dass ich mich bitte nicht melden soll, doch Gedanken schleichen sich in meinen Kopf. Ängste, die mich zerfressen könnten, ruhen noch in mir und warten nur darauf auszubrechen, wie der Schneesturm, der bereits am Wüten ist und ganze Ladungen voller Schnee vor mein Fenster peitscht.
Leicht zitternd nippe ich an meinem Kaffee, der heute wieder extrem süß schmeckt, und konzentriere mich wieder auf den Bildschirm. Das Pfeifen des Windes und das hektische Tanzen der Schneeflocken beeindruckt mich zunehmend mehr, und eben als ich merkte, dass ich die Kontrolle über mein Handeln verlieren könnte, mache ich die Musik an um mir klar zu machen, dass ich Herr über die Lage bin.
Doch in Wirklichkeit ziert die Verzweiflung meine Nerven und noch bevor ich die Musik überhaupt wahrnehmen konnte habe ich sie wieder ausgestellt. Flatternd wie ein Schmetterling sausen Bilder über meinen Bildschirm.
Erinnerungen, die sich wieder den Weg ins Gedächtnis bahnen, finden ihren Ausweg in kleinen Tränen, die über meine Wangenknochen rollen. Verwirrt und von einer melancholischen Stimmung erfasst, schaue ich mich im tristen, aufgeheizten Zimmer um.
Und wieder sind diese Ängste da, die ich mit einem großen Schluck vom Kaffee versuche zu verdrängen. Doch all das bringt nichts. Letztendlich hab ich das, was ich durchmache selbst zu verantworten. Vertrauen geht nicht einfach so verloren, dachte ich mir. Ich verspürte allmählich einen gewissen Trotz, ein wenig Wut und viel zu viel der Trauer. Ich hab es nicht verdient, so behandelt zu werden - zwar war mir das bewusst, doch was sollte ich machen.
Ich starrte wieder auf den Bildschirm, welcher die ganze Nacht mein bester Freund bleiben sollte..
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