Freitag, 21. Mai 2010

Einfach mal wieder...

Einfach mal wieder schreiben. Das dürfte das heutige Motto sein, um meinen Impressionen einen expressionistischen Ausdruck zu verleihen. Heute gab es wieder jede menge zu erleben und allen voran haben mich heute auch wieder Fragen beschäftigt. Fragen, die ich versuche zu erörtern und auch irgendwie beantwortet haben will. Fangen wir damit an, dass wir uns mal die Vermutung zur Brust nehmen, dass kaum noch Menschen auf ihr Herz hören. Wenn ich das so schreibe kommen leichte Unklarheiten auf, was es bedeutet, überhaupt auf sein Herz zu hören. Es bedeutet nicht etwa in Situationen so zu handeln, wie man es sich sehnlichst wünscht oder wie man eben einen persönlichen Vorteil und Nutzen daraus schlagen kann. Hier geht es um eine höhere Kunst, nämlich einfach mal in sich zu kehren. Seine eigene Stimme, die tief in einem sitzt, zu hören, zu spüren, zu genießen und zu verstehen. Ja, wir sind Menschen, wir sind bzw. sollten Individuen sein, wir sollten möglichst verschieden handeln, möglichst eine große Variation auf der Erde bieten. Wir sollen die Erde, unsere Natur, bereichern. Die Natur, das sind die Wurzeln, auf die wir zurückgehen sollten. Wer nimmt sich heutzutage schon noch Zeit, und besinnt sich, in sich zu kehren, nachzudenken und mit gelockerter Stimmung ins Leben zurückzufinden. Kaum jemand, und das ist das Problem. Viel zu oft werden wir von der hektischen Stimmung eingefangen, viel zu oft macht uns die Gesellschaft kaputt und verfremdet uns völlig. Wir sind nicht mehr die, die wir sein könnten, die die wir sein müssten. Wir sind ein Haufen gestresster, erfolgsbedürftiger Menschen, doch nichtmal mehr diese Individuen. Wir sind schlichtweg eine Gesellschaft, die uns selbst zum Verhängnis wird. Die Gedanken kreisen hier darum, dass wir doch nicht auf die Welt gekommen sind, um Geld zu machen, uns fortzupflanzen und auf Kosten anderer ein möglichst schönes Leben zu erfüllen. Wir sind doch hier, um etwas besonderes zu sein, eine Art, der es möglich ist, zu denken. Und warum wird diese Möglichkeit, warum werden diese besten Voraussetzungen beiseite gelegt, um sie letzendlich nicht zu nutzen? Auch das hat einen Grund. Unser Leben ist vorgefertigt. Man wird in ein Leben gesteckt, und wem es nicht gefällt, der muss eben mit dieser Schande leben. Es ist nicht viel anders als in Indien, schließlich gibt es auch bei uns Kasten bzw. Nischen. Wir sehen sie nur nicht. Wir sind geboren worden, kamen irgendwann in den Kindergarten, gingen zur Schule - all das um später einen Beruf auszuüben, Geld zu verdienen um sich und seine Familie über Wasser halten zu können. Leute, die etwas anderes machen wollen, die sie selbst sein wollen, versagen auf ganzer Linie, denn sie werden abgefertigt und klammheimlich aus der Gesellschaft ausgegliedert. Doch wie kann man das ändern? Ganz einfach, in dem man sich selbst ändert. Indem man sich bereit dafür zeigt, etwas zu ändern, nämlich sich. Man sollte manchmal einfach in sich kehren, zur Ruhe kommen und nachdenken. Stattdessen gehen Leute auf Parties, besaufen sich und verschließen die Augen vor ihren Problemen. Mag zwar kurzweilig Erfolg haben und Spaß machen, bringt jedoch auf Dauer niemandem etwas. Denn wenn man damit konfrontiert wird, mit den ganzen Problemen, überwältigen sie Dich und die Zeit, die man vorher zur Vorbereitung hätte nutzen können, wurde für unsere Spaß- und Eventgesellschaft geopfert. Nich für das Individuum, nicht für sich. Sondern für die anderen, für die eigene Oberflächlichkeit. Und nur, das man nicht aus der Reihe tanzt... Es könnte ja falsch sein...

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