

Noch ein paar Bilder, ansonsten war's das mit dem Blog, denk ich mal..
Hier eine hinreichende Begründung dafür zu verfassen, weshalb ich diesen Blog erstmal auf Eis lege, ist denke ich mal nötig, weil es sonst nicht nachzuvollziehen ist. Es gibt einige Dinge, die mich enorm stören. Es fängt schon dabei an, dass mich einfach immer mehr die Motivation dafür verlässt, hier noch irgendwas zu schreiben oder irgendwelche Texte, die zum Denken anregen sollen, zu veröffentlichen. Es ist schlichtweg sinnlos, weil es mittlerweile immer noch zu keinen Teilerfolgen gekommen ist, weil Resonanz fehlt, weil vor allem Interesse fehlt.
Dann gäbe es noch einen zweiten wichtigen Grund, weshalb ich mich erstmal "zurückziehe" und mich wieder langsam rantasten muss.
Ich habe viel nachgedacht in letzter Zeit und dabei ist mir vor allem aufgefallen, dass ich mich verbiege, für alles und jeden, nur um alles und jedem zu gefallen. Ich mache Dinge, die nicht zu mir passen und ich mache Sachen mittlerweile so verunsichert, die ich früher spielend leicht gemeistert hab. Das passt mir nicht und so will ich auch nicht mehr weitermachen, nein. Ich seh's ein, das vieles unnötig war und das auch meine Mühen umsonst gewesen sind, weil sich nichts ändern wird an allem. Weil ich mich einfach viel zu sehr überschätzt habe und demzufolge einem ungeheuren elitären Verhalten unterlag - das muss und wird sich ändern!

Ich habe Dich geliebt, und werde es erstmal weiter tun - ich hab's Dir oft genug gezeigt, mal für mal, immer und immer wieder. Jede Kleinigkeit an Dir habe ich geschätzt, alles, was dein Gesamtbild ausmachte, habe ich vergöttert. Ich bin ein Narr, der eine Schönheit anhimmelt, jemand, der der Sonne in die Augen schauen will. Ich habe mir so viel in meinem Kopf ausgemalt, und es lief auch, wirklich, gut sogar. Wir haben so allmählich zu uns zurückgefunden, und haben immer wieder die schöne Seite der Medaille gesehen. Ich habe gedacht, das würde festigen, ich habe mir eingebildet, das würde voneinander abhängig machen, ich dachte, das Vertrauen käme zurück. Ich hab Dir immer die Zeit gegeben, die Du gebraucht hast. Ich bin für Dich da gewesen und werde es auch immer sein. Auch wenn nicht alles glatt lief, haben wir gesehen, wie schön Liebe und wie schön überhaupt eine Beziehung sein kann. Ich bin naiv geworden. Ich habe mich blenden lassen, viel zu lange. Ich habe tief in mir Verzweiflung gespürt, Ungewissheit, die mich auffraß. Und ich habe Dir versucht, diese Signale zu verdeutlichen, hab Dir alles aus meinem Herzen erzählt, ließ alles raus. Doch nur mit halbherziger Aufmerksamkeit pflichtetest Du mir bei, mit einem Ohr hast Du ab und zu mal hingehört. Und ich hab geredet - nicht oft, aber oft genug. Ich bin einfach zu enttäuscht, dass ich alledem noch etwas gutes abgewinnen könnte.
Ich dachte, es wäre das beste, auf Erlebtes mit Reden zu reagieren. Nicht mit Verletzen, nicht mit Rache, nicht mit Vergeltung. Es wurde nur noch zum Krieg, ein Anlass wurde nur gesucht, um dem anderen wieder mal eine reinzudrücken. Ich hab es nicht so gewollt, hab es vereinzelt ausversehen gemacht. Doch bei Dir werde ich mittlerweile das Gefühl nicht los, dass da eine tiefere Ursache dafür vorliegt. Dennoch - ich bin nicht Dein Versuchskaninchen, werde es nie sein. Du warst und bist meine erste große Liebe, mein ein und alles.
Nur wenn ich Dich frage, wie Du es Dir noch mit uns vorstellst - und unsere Blicke sich dann tatsächlich nochmal kreuzen sollten - dann sehe ich in Deinen Augen die Ungewissheit leuchten, sehe an Deinen Regungen, dass sich nichts mehr regt. Ich sehe nur noch abgestorbenes Terrain - Land, welches zu oft niedergetrampelt worden ist und zigtausend mal vernarbt ist, wo generell keine Aussicht auf Besserung mehr besteht. Sollen wir es als nächste "letzte Chance" ansehen oder wollen wir lieber gleich einen Schlussstrich ziehen? Ich weiß es nicht, ich bin mir unschlüssig darüber, ob es nicht wieder von vorne beginnt, wie ein Teufelskreis.
Und zu guter Letzt muss ich nochmal etwas loswerden - nie ist mir ein Mensch so nahe gewesen, wie Du es bist, und nie habe ich meine Freiheit so aufgegeben, wie ich es für Dich tat. Ich habe mich sehr nach Dir gerichtet, habe meinen Zeitplan nach Dir erstellt. Ich wollte Tag für Tag bei Dir sein, ließ Dich stets nur sehr ungern allein zurück. Ich wollte Dir immer eine Heimat sein, Dir ein Zuhause bieten, ein Ort, an dem Du stets geschützt bist, habe auch das stets versucht umzusetzen. Nun, was ist jetzt?! Ich frage mich nach dieser langen Zeit - War es nur eine Illusion, an uns zu glauben?!