Montag, 28. Februar 2011

Wie uns Träume leben lassen..

Träume, eigentlich nur Hirngespinste - Wir bilden uns etwas ein oder stellen uns etwas vor, wir tun dies in den verschiendsten Arten und machen es immer und immer wieder. Wir sind womöglich unzufrieden mit uns, unserem Umfeld und dem eigenen Leben und wollen irgendwie alles verbessern, wohlwissend, dass wir es nicht können. Deshalb zieht man sich zurück und denkt nach, denkt so sehr nach, dass man in eine surreale Welt gelangt, in der wir unsere Bauklötze so zurecht rücken können, dass das Gesamtbild ein phänomenales wird - ein Traum.
Und genau mit diesen Träumen konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Uns wird bewusst, dass wir zwar nicht alles haben können, aber wir sehen immer ein Ziel vor Augen, nämlich unsere surreale Welt. Wir sehen in unseren Träumen, was alles sein könnte, und deshalb geben uns Träume sowohl Kraft, niemals aufzugeben, als auch ein Ziel, nämlich einen Schritt nach dem anderen zu machen, um letztendlich dorthin zu gelangen, wohin wir uns still und heimlich gerne zurückziehen..

Sie ist 14 Jahre alt und befindet sich gerade in einer schweren Phase. Ihre Eltern sind ihr total perplex, nervig und uncool, einige ihrer Freunde jedoch sind richtig chillig drauf. Sie trinken abends viel, rauchen ab und zu mal eine und gehen ziemlich gerne in die Disco. Doch sie ist nicht wie ihre Freunde, nein - sie ist anders. Sie ist ein
Kopfmensch und macht nicht bei vielem mit, denn sie wägt stets die Gefahren und die Konsequenzen ab, um desöfteren zu dem Schluss zu gelangen, dass alles hier und da zu gefährlich ist und sie deswegen dann auch keinen Bock darauf hat.
Sie lässt es sein.
Viele ihrer Freunde sagen über sie, sie lebe sehr zurückgezogen und unternehme nicht so gerne etwas, man müsse sie schon dazu zwingen, um überhaupt eine Regung aus ihrer sonst so kopfverliebten Art zu kitzeln. An manchen Stellen wird deutlich, welchen Anschein es von außen erwecken könnte - eine Einzelgängerin, die überhaupt nicht ihrem Alter entsprechend handelt und sich so ehe
r isoliert als integriert, denn sie schwimmt überhaupt auch nicht mit. Doch leider urteilen sehr viele Menschen über sie, obwohl sie ihren ganzen Charakter nur zu einem Bruchteil kennen und meinen, sich schon ein Bild darüber machen zu können. Und die daraus resultierenden Vorurteile bekommt sie auch zu spüren.
Viele reden auf sie ein.
An jenem Abend, als sie zu hause auf ihrem Bett sitzt und ihren Gedanken freien Lauf lässt, schießt sie sich so plötzlich und doch so heftig auf einen Hauch von Gedachtem ein, dass sich jenes in ihrem Kopf festbohrt. Tag und Nacht wird sie nun darüber nachdenken und letzendlich auch verzweifeln, de
nn eine Lösung scheint nicht in Sicht. Sie weiß selber, dass es surreal ist, aus ihrer Welt auszubrechen und ihren Kopf abzuschalten. Sie weiß darum, dass sie nicht auf ihr Bauchgefühl hören kann ehe sie jeden möglichen Schritt, der passieren könnte, durchdacht hätte und um die Folgen wüsste. Sie war sich dessen bewusst, dass sie sich nicht ändern konnte. Als sie jedoch kurz vor dem Einschlafen war, träumte sie vor sich hin und baute sich selbst eine neue Welt zusammen. So, wie sie es schon oft tat. Während sie die anderen Male kurze Zeit später daraufhin einschlief, blieb sie diesmal wach.
Sie träumte.
Doch sie verspürte diesen innerlichen Drang, ihren Wunsch auch in die Tat umzusetzen, endlich in Freiheit alles genießen zu können ohne dabei über irgendwas nachzudenken. Sie wollte leben. So geschah es in jener Nacht, dass sie unerwartet in einem hohen Tempo aus ihrem Bett sprang, ihre Tischlampe anschaltete, sich einen Stift und einen Schreibblock nahm und drau
f losschrieb. Sie hatte einen Plan, sie wusste, wie ihre Ordnung in ihrem Traum war und musste diese Ordnung nun nur noch in die Tat umsetzen. Sie vergaß für kurze Zeit alles um sich herum und dachte nicht nach, sondern schrieb nur auf, wie sie sich ihren Wunsch am besten erfüllen konnte.
Sie hatte nun einen Masterplan.
Sie wusste, es kann sich was ändern.
Sie schaute auf ihr Papier, nach dem Kopf hoch und sagte sich: "Ich schaff das."
Erschöpft fiel sie ins Bett.

Ihr Träumen hat den Weg geebnet...




Und auch Bilder lassen träumen...

Samstag, 26. Februar 2011

Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

Ich gehe davon aus, dass alles, was wir Menschen machen, irgend einen Sinn hat und irgendwie ins Leben passen muss. Es geschehen Dinge, die müssen geschehen, weil sie die logische Konsequenz aus dem sind, was zuvor passiert war. So entsteht ein beständiges Fließen, ein Kommen und Gehen von Freunden und anderen Menschen, die uns wichtig gewesen sind und allmählich immer mehr an Sympathie verlieren um letztendlich keine Rolle mehr in unserem Dasein zu spielen. Sie werden uns egal, weil ihre Art, ihr Charakter, ihre Stärken und Schwächen uns nicht mehr passen.
Aber dann gibt es noch solche, die uns am Herzen liegen, bei denen wir den Charakter kennen und diese auch nicht verlieren wollen, wie es aber eigentlich der Fluss der Zeit vorsieht. Deshalb klammert man sich an altes und wunderbares, an einmaliges und zuvor noch nie geschehenes. Man klammert sich an Menschen, obwohl man auch gut ohne sie auskommen würde. Und gerade da gibt es ein Phänomen, was an Ungerechtigkeit kaum zu übertreffen ist, nämlich wenn dem einen die Bekanntschaft mehr bedeutet, als dem Anderen.
Da kommt nun also das her, was viele stets und ständig zelebrieren. Viele meinen, man könnte auf den Schultern derer tanzen, die sich für die Freundschaft oder Beziehung einsetzen, ohne dabei auch nur den winzigstens Schimmer an Rücksicht zu nehmen. Und in dem Moment wird nicht viel passieren, denn man ist Enttäuschungen mittlerweile gewohnt und geht davon aus, dass sich trotzdem alles noch zum Guten wenden könnte - entweder, weil man abschließt oder weil sich alles bessert und der Umgang miteinander gestärkt wird.
Doch es geschieht oft nichts bemerkenswertes. Tänzer bleiben aktiv und die Betanzten passiv.

Aus Erfahrungen heraus kann ich sagen, dass jeder Mensch ein Stückchen individuell ist und das jeder anders mit solchen Problemen umgeht. Manche jagen den anderen so schnell zum Teufel, andere hingegen bleiben stehen und versuchen für sich das beste daraus zu machen.

Doch eins darf man nicht vergessen.
All die Wut, der Frust, der Hass, die Enttäuschung und der böse Wille werden irgendwann zum Vorschein kommen und werden in so heftigem Maße ausbrechen, dass jeder seine Lektion daraus ziehen wird. Eben, wie gesagt:

Wer Wind sät, wird Sturm ernten!

Dienstag, 1. Februar 2011

Frei nach Lincoln...

Gib allen Menschen in deinem Umfeld, denen Du sonst so viel schenkst, nichts, und Du wirst den Wert einer jeden menschlichen Beziehung erkennen..

(
Gib einem Menschen Macht und du erkennst sein wahres Ich)

Abgestumpft.


Wie in einem Film, der an den Augen vorbeirauscht, wie das Leben, welches wir jeden Tag an uns vorbeifließen lassen, so perfekt sitzen unsere Tagesabläufe. Alltag könnte man meinen, denn schon zig mal haben wir solche Abläufe durchlebt und unsere Schlüsse daraus gezogen. Das, was den meisten am besten passt, wird gemacht und nicht etwa das, was man selber braucht.

So, und nicht anders, ist es zu erklären, warum wir uns immer so viel Last aufhalsen, die uns gar nicht gehört, die wir aber mit anderen teilen möchten, damit es ihnen besser geht. Denn wir selbst wissen, wie schön es ist, ein offenes Ohr bei sich zu wissen und sich in Arme fallen lassen zu können, wenn man sie braucht. Kleine Aufmerksamkeiten wie ein Anruf spät am Abend oder eine SMS vor dem Zu-Bettgehen versüßen doch unseren Tag.

Aber längst ist das, was wir anderen geben wollen und ihnen auch stets versuchen zu geben entweder zum Scheitern verurteilt, weil es eben nicht angenommen & sogar teilweise drastisch abgelehnt wird oder es wird nicht erwidert. Wir kleinen schlauen Menschen. Warum sollen wir unserem Gegenüber und Freunden, die uns oft etwas gegeben haben, auch mal was zurückgeben? Idiotisch wie wir sind, ignorieren wir jede Aufmerksamkeit - nicht, dass wir sie nicht bekommen hätten, sondern einfach weil uns das Gewissen fehlt - wir gedenken nicht zu danken, denn was ist kann auch ruhig so bleiben. Als ob wir an einer Quelle sitzen, die alltäglich das bisschen Anerkennung und Trost versprüht und nie damit aufzuhören scheint.

Doch ist genau dieses Denken ein gewaltiger Fehler. Und das wird jeder früher oder später mitbekommen - jeder, der ausgenutzt worden ist und der so viel gegeben hat & dennoch nichts zurückbekam wird merken, dass in diesen Sätzen Wahrheit steckt.



Jede zwischenmenschliche Beziehung ist ein beständiges Geben und Nehmen. Sobald der eine anfängt, mehr zu nehmen als zu geben, wird sie zerbrechen...