
Hallo liebe Welt, liebe Leute, Freunde der hohen Kunst!
Heute ist der legendäre Tag gekommen, wo ich mich hier auch mal wieder zu Wort melde, nach Wochen der Abstinenz. Ihr müsst verstehen, ich habe versucht das reale Leben komplett und in allen Farben und Klängen dieser Welt wahrzunehmen, habe versucht in den Ferien und in der Zeit davor Kraft zu tanken, wollte endlich wieder anfangen mit meinem eigentlichen Leben. Mit dem ich vor knapp 5 Monaten aufgehört habe. Aber heute muss ich etwas sagen, ich muss mich wagen mir das selbst einzuräumen. Heute ist einer dieser Tage, die ich in den letzten Monaten desöfteren gespührt habe. In der nahen Vergangenheit lief eigentlich vieles nach Plan, eben so, wie es sonst nie lief. Aber meine Gefühle, die letztlich jetzt wieder aus mir herausbrechen, weichen einfach nicht. Sie sind da, und sie kommen gerade zum ungünstigsten Zeitpunkt. Die Schule geht morgen wieder los, und ich fühle mich so ungerüstet, als ob gerade erst die Weihnachtsferien vorübergegangen wären. Ich habe mich maßlos überschätzt, habe mich schon weit aus weiter gedacht und vermutet und bin nun sehr enttäuscht und deprimiert, dass ich mich eigentlich noch längst in diesem Loch befinde. Ich höre gerade Klavierstücke von Yiruma, ein sehr begabter Künstler muss ich sagen. Sie unterstreichen perfekt meine Stimmung und meine Gefühlslage. Ich möchte hier keine größen Töne spucken, keine eleganten Reden halten, sondern ich will einfach mal alles von der Seele schreiben. Alles, was mir auf dem Herzen liegt. Naja, wie gesagt oder geschrieben, ich fühl mich gar nicht dazu in der Lage, morgen schon wieder in die Schule zu gehen. Scheinbar haben die Ferien mir so wenig Kraft gegeben, so wenig Abwechslung, als dass ich sie heute schon wieder vergessen habe. Ich sitze jetzt schon zwei Stunden vorm PC, nur um diesen komischen Englisch-Text zu übersetzen. Es ist schwer, wieder richtig hinein zu finden, und ich mache allerhand Fehler, wie ich eben selbst bemerkt habe. Ich frage mich, ob ich überhaupt nich gut genug bin fürs Gymnasium, den Schnitt von 1,25 werde ich jedenfalls nicht halten. Hatte ich auch nie vor. Und ist unmöglich. Ich habe Angst, richtig Angst davor, dass ich mein Umfeld nicht zufriedenstellen kann, dass ich mir noch mehr Vorwürfe mache und machen muss. Das ich meine Chance nicht nutze, und so ende wie viele andere Menschen. Eben als solche, die Schule aus unerklärlichen Gründen die Schule vorzeitig beendet haben um dann Hartz IV zu beziehen. So will ich nicht werden. Nur ist der Wille stark, und meine Kraft groß genug um das durchzustehen? Ich trau es mir nicht zu. Ich hab noch viel zu viel mit der Vergangenheit zu tun, komme gar nicht drüber hinweg. Und die Deprssionen haben mich gefangen. Es muss sich zwar etwas ändern, aber ich bin mir nicht im Klaren darüber, wie ich das überhaupt schaffen soll. Ich meine, wer unterstützt mich schon aktiv, außer meiner Freundin? Da kommt doch sonst kaum bis gar nichts. Immer nur diese Hilfsangebote, anstatt mal aktiv zu werden. Eigentlich kristallisiert sich für mich jetzt schon deutlich heraus, dass ich in die Klinik gehen werden, weil ich will und nicht mehr kann. Es hört sich komisch an, jedes mal diese Selbstbemitleidung, dieses nicht mehr können. Aber genau das ist es letztendlich, was die Depressionen so schlimm und unausweichlich macht. Man kann eben einfach nicht mehr. Ich hab schon von zwei Personen gehört, dass ich mich zu sehr bemitleide.. Aber als Hilferuf hat das noch nie jemand verstanden. Verantwortlich fühlt sich auch niemand und so ist es einfach nur eine schier endlose Geschichte, ein endloser Weg der ans Ende des Lebens führt...
Aus der Bahn hat mich das vor 5 Monaten schon geworfen, ich wusste das es hart werden würde.. Aber meinen Dad so sehr zu vermissen, jedesmal an ihn zu denken und Tränen in den Augen zu haben, so habe ich mir das sicherlich nie vorgestellt... Nie...
