Es ist niemals der richtige Zeitpunkt um zu sagen, dass etwas endet und etwas neues beginnt. Weil es vollkommen egal ist, welche Vorsätze und welche Erlebnisse einen Menschen geprägt haben. Wir ändern uns ständig und das gleiche macht auch das Leben um uns herum - es fließt im Strom der fortwährenden Veränderung. Deshalb ist es natürlich am einfachsten zu sagen, ich passe mich an die Umstände, die auf meiner kleinen Insel vorherrschen, an und versuche mit nichts und niemandem konfrontiert zu werden. Es könnte für mich so einfach sein, wäre ich einfältig und dumm, willenlos und mit reinem Gewissen ein Mensch mit Gummi-Moral und Elastizitätsideologie.
Nun, es gibt Sachen, die mich Mal für Mal mehr erstaunen, verwundern und innerlich zum Weinen bringen - Menschen, die gewissenlos von ihrer, sich täglich ändernden Meinung überzeugt sind und die sich selbst für etwas Brilliantes - ein Geschöpf göttlicher Natur, welches mit nichts vergleichbar ist - und Unerreichbares halten. Diese Menschen habe ich gefressen. Weil das Schlimme an ihnen nicht nur ihr unsäglicher charakterloser Partydauerzustand ist, sondern auch die Art und Weise, wie sie von einer Insel zur Nächsten hüpfen und in wenigen Monaten nicht mal mehr wissen, wo sie überhaupt angefangen haben.
Chemisch betrachtet ist eine Bindung die Brücke zwischen zwei Atomen, ausgelöst durch frei bewegliche Außenelektronen, welche die beiden Partner fest zusammenhält. Es ist natürlich oft besser, wenn eine Zweifach- oder Dreifachbindung vorliegt und es umso stabiler wird. Es ist aber auch ein Nachteil für jedes Atom, ist ja völlig klar: Man kann sich weniger oft binden. Und wenn man sowieso schon 6 Außenelektronen besitzt, dann kann man nur noch eine Bindung eingehen... :((
Also bitte. Wie ist es Menschen möglich, teilweise 400 und mehr Bindungen gleichzeitig einzugehen? Immer wird jemand vernachlässigt, aber ehrlich gesagt bezweifle ich, dass man heute für solche kleinen Ausrutscher (ich spreche hier einfach mal von 370 "Freunden") überhaupt noch die nötige Aufmerksamkeit und Einfühlsamkeit hat und den Willen, sich auf sein Gegenüber einzulassen und ihn zu KENNEN. Naja, warum denn auch? Was man hat sind keineswegs Nachteile. Die ganzen kleinen 370 Elektronen mucken ja auch nicht großartig auf, da sie es selber so handhaben. Großartig. Denn, wenn es mal brenzlig werden sollte, dann löst sich das alles wieder auf. Probleme sind anscheindend Temperatur oder Energie, die eine Bindungslösung ermöglichen. Leider - denn es sollte wohl eher so sein, dass Probleme Bindungen festigen und nicht ihre Sinnlosig - und Überdrüssigkeit aufzeigen.
..Dass wir die Übel, die wir haben, lieber
Ertragen als zu unbekannten fliehn.
So macht Bewusstsein feige aus uns allen;
Der angebornen Farbe der Entschließung
Wird des Gedanken Blässe angekränkelt..
Es bleibt so Vielen zu sagen: Nicht Du kontrollierst dein Leben, sondern dein Leben kontrolliert Dich. Du kannst, egal wie sehr Du es auch willst, nicht ausbrechen, wenn Du nicht von dannen ziehen magst - auskommen musst Du mit dem Material, was Dir zur Verfügung gestellt wurde. Und Freunde zählen zu dem Material. Wahre Freunde. Und es liegt an Dir, welchen Idealen Du dich dir annimmst und was Freundschaft für Dich bedeutet. Für mich bedeutet Freundschaft Liebe. Für Dich nicht - leider...
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Sonntag, 24. April 2011
Hm, ne - mittlerweile nicht mehr..



Noch ein paar Bilder, ansonsten war's das mit dem Blog, denk ich mal..
Hier eine hinreichende Begründung dafür zu verfassen, weshalb ich diesen Blog erstmal auf Eis lege, ist denke ich mal nötig, weil es sonst nicht nachzuvollziehen ist. Es gibt einige Dinge, die mich enorm stören. Es fängt schon dabei an, dass mich einfach immer mehr die Motivation dafür verlässt, hier noch irgendwas zu schreiben oder irgendwelche Texte, die zum Denken anregen sollen, zu veröffentlichen. Es ist schlichtweg sinnlos, weil es mittlerweile immer noch zu keinen Teilerfolgen gekommen ist, weil Resonanz fehlt, weil vor allem Interesse fehlt.
Dann gäbe es noch einen zweiten wichtigen Grund, weshalb ich mich erstmal "zurückziehe" und mich wieder langsam rantasten muss.
Ich habe viel nachgedacht in letzter Zeit und dabei ist mir vor allem aufgefallen, dass ich mich verbiege, für alles und jeden, nur um alles und jedem zu gefallen. Ich mache Dinge, die nicht zu mir passen und ich mache Sachen mittlerweile so verunsichert, die ich früher spielend leicht gemeistert hab. Das passt mir nicht und so will ich auch nicht mehr weitermachen, nein. Ich seh's ein, das vieles unnötig war und das auch meine Mühen umsonst gewesen sind, weil sich nichts ändern wird an allem. Weil ich mich einfach viel zu sehr überschätzt habe und demzufolge einem ungeheuren elitären Verhalten unterlag - das muss und wird sich ändern!

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